Pfingstsingen am Hofeberg - damals und heute

Hier möchten wir Ihnen mit ein paar Zeilen die Geschichte dieser langjährigen Tradition erzählen.

Im Jahre 1850 wurde in Spitzkunnersdorf der allererste Verein gegründet und genau das waren die Sänger – damals noch eine reine Männerdomäne.

29 Jahre später dehnten die sangesfreudigen Herren eine ihrer Chorproben bis in die frühen Morgenstunden aus und sangen im Hofeberg, auf der heutigen Sängerwiese, noch einige Lieder. Es ist stark davon auszugehen, dass dabei auch das ein- oder andere alkoholische Getränk mit im Spiel gewesen ist.

Damit war das Pfingstsingen geboren und wurde zu einer festen Tradition in Spitzkunnersdorf.

Leider sind aus dieser Zeit keine Aufzeichnungen mehr vorhanden, aber es wird nicht lange gedauert haben, dass dabei auch Publikum zum Zuhören kam.

In den Wirren des Krieges kam die schöne Tradition leider zum Erliegen.

Erst im Jahre 1954 ist in den Jahresberichten wieder von einem erneuten Pfingstsingen der Männer die Rede. Es gab zur damaligen Zeit einen Männer- und einen gemischten Chor und bereits ein Jahr später „durften“ auch die Frauen Ihren Teil dazu beitragen.

Der Beginn des Singens war auf 6 Uhr für die Männer und auf 7 Uhr für die Frauen festgelegt. Eine Anfangszeit, die heute nicht mehr denkbar wäre, fangen die Organisatoren mit ihren Vorbereitungen  doch bereits 2 Stunden vorher an.

Apropos – Eine gastronomische Versorgung, wie wir sie heute vorfinden gab es in den Anfangsjahren natürlich nicht. Einzig und allein der Grund für das Pfingstsingen war die Freude am Gesang und der Natur. Doch schon bald war man der Meinung, dass zum Singen, welches ja bekanntlich die Geselligkeit fördert, auch etwas zu Trinken und zu Essen gehört - eine gute Entscheidung.

Später wurden auch Sängerinnen und Sänger aus Leutersdorf und Oderwitz zur gesanglichen Unterstützung mit eingeladen. Ab 1963 waren dann die Musiker um Kapellmeister Arthur Neumann (Urgl-Arthur) mit auf dem Hofeberg dabei. Heute unterhalten uns schon seit vielen Jahren die Musikerinnen und Musiker der Oberländer Blasmusik aus Hainewalde.

Hoffen wir alle, dass wir noch viele gemeinsame Pfingstsingen mit Ihnen unseren lieben Gästen erleben dürfen. Eine wichtige Voraussetzung dazu ist natürlich ein stimmlich optimal besetzter Chor. Trotz einer guten Stammbesetzung verschont das „ortsübliche Nachwuchsproblem“  leider auch unseren Chor nicht. Gerade bei den Männern, die ja ursprünglich die Tradition begannen, sieht es da im Sängerbund etwas schwach aus. Deshalb laden wir alle Sangesfreudigen, natürlich auch die Damen, ein, einfach mal bei uns „reinzuschnuppern“. Noten muss man dazu nicht können und es muss auch niemand „vorsingen“. Singen kann jeder – probieren Sie es doch einfach mal aus. Wir treffen uns immer donnerstags 19.30 Uhr im Heimatzimmer in Spitzkunnersdorf - damit wir uns auch in den nächsten Jahrzehnten im Hofeberg zum Pfingstsingen sehen und hören.

Der Sängerbund und Sie liebe Gäste, würden sich sehr darüber freuen.